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Außenansicht des Verlagsgebäudes mit dem bunten VNP-Logo
30. Juli 2025

VNP stellt sich für die digitale Zukunft neu auf

Nürnberg, 30.07.2025 – Der Verlag Nürnberger Presse (VNP) treibt seine digitale Transformation voran und begegnet den tiefgreifenden Veränderungen der Medienbranche mit einer klaren Strategie. Oberstes Ziel ist es, die Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit des traditionsreichen Familienunternehmens zu sichern. Der VNP setzt dabei auf drei zentrale Hebel: Ausschöpfung des bestehenden Print-Geschäfts, Wachstum im Digitalbereich sowie Erschließung neuer Märkte. Um sich wirtschaftlich gesund aufzustellen, plant der Verlag in den kommenden Jahren den aktiven sozialverträglichen Abbau von insgesamt rund 110 Vollzeitstellen.

„Als Familienunternehmen mit rund 80-jähriger Geschichte sehen wir uns in besonderer Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und  für die Region“, so die beiden Verlegerinnen Bärbel Schnell und Sabine Schnell-Pleyer. „Unsere Medien stärken die Demokratie und fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beides ist für uns Herzensangelegenheit und Verpflichtung zugleich. Um diese Aufgaben auch künftig zu erfüllen, müssen wir den Verlag erfolgreich in die digitale Zukunft führen.“

„Mit hochwertigem Journalismus wollen wir weiter die unverzichtbare Stimme in der Metropolregion und darüber hinaus sein  – verlässlich, unabhängig und nah dran“, ergänzt Sigrun Albert, Geschäftsführerin des VNP. „Dafür werden wir in den kommenden Jahren gezielt in unsere Zukunft investieren und Wachstumsbereiche stärken. Zwingende Voraussetzung ist eine wirtschaftlich nachhaltige Aufstellung des Verlags. Die nun geplanten Einschnitte sind dafür leider unumgänglich. Wir gestalten sie verantwortungsvoll und in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat.“

Relevanz für die Region weiter steigern

Bis 2030 strebt der VNP an, jeden zweiten Haushalt in der Region mit seinen Angeboten zu erreichen. Das Transformationsprogramm setzt vor diesem Hintergrund auf drei wesentliche Hebel. So zielt es zum einen darauf ab, das Potenzial im Print-Geschäft optimal auszuschöpfen. Als größter Druckanbieter in Nordbayern wird der VNP seine moderne Infrastruktur nicht nur für die eigenen Produkte, sondern verstärkt auch für das Drittgeschäft einsetzen.

Zweitens wird der Verlag das Wachstum im Digitalgeschäft beschleunigen. Das Digitalangebot, in dessen Fokus E-Paper und digitale Portale stehen, wird weiter ausdifferenziert. Personalisierung und Features wie Video-Produktion und zusätzliche Service-Angebote sollen neue Zielgruppen erschließen. Die Stärkung der Werbevermarktung sowie starke Autorenmarken werden für zusätzliches Wachstum und Zugkraft sorgen.

Neue Märkte erschließen und innovative Formate ausbauen

Ergänzend plant der VNP als dritten strategischen Hebel, neue Märkte zu erschließen und die Kompetenzen der Gruppe zu erweitern. So soll beispielsweise Live-Journalismus mit innovativen Dialog- und Erlebnisformaten die Leserbindung stärken. Darüber hinaus sind strategische Zukäufe und Kooperationen geplant, um Synergien zu nutzen und das Kompetenzprofil zu erweitern.

Voraussetzung für die Umsetzung der Strategie ist eine nachhaltig tragfähige Kostenstruktur im gesamten Verlag. Vor diesem Hintergrund hat die Verlagsleitung gemeinsam mit den Führungskräften Einsparmaßnahmen sowohl bei Sach- als auch Personalkosten identifiziert. Dabei handelt es sich unter anderem um automatisierte Prozesse oder auch Funktionen, die im Zuge der Modernisierung der IT-Landschaft künftig hinfällig werden. Beim Erarbeiten des Transformationsprogrammes wurde konsequent darauf geachtet, die hohe journalistische Qualität des Verlags uneingeschränkt fortzuführen.

Der VNP nutzt alle Maßnahmen der natürlichen Fluktuation und verzichtet soweit möglich auf Nachbesetzungen. Darüber hinaus ist über alle Bereiche des Verlags hinweg ein aktiver Abbau von rund 110 Vollzeitstellen geplant. Der Verlag strebt an, diese sozialverträglich abzubauen. Insgesamt wird sich die Zahl der Stellen im Verlag bis Ende 2027 im Vergleich zu Ende 2024 um rund 200 reduzieren.​

Konkrete Maßnahmen werden nun mit dem Betriebsrat verhandelt.

Pressekontakt
Claudia Auer, Leiterin Marketing und Kommunikation
kommunikation@vnp.de

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